Sonntag, 20. Februar 2011

Wachs, Harz und Honig

Zugegeben, Wachs, Harz und Honig hört sich zunächst mal nach Seifenzutaten an. Aber davon ist hier grad nicht die Rede.

Genannte Stoffe kleben aus anderen Gründen dauernd irgendwo hier an. Bzw., das Harz nicht mehr, denn es hat Hausverbot bekommen! Muß leider draußen bleiben. Klebt es erst einmal irgendwo fest, ist es schwer zu entfernen....
Harz, Baumharz:
Robin und sein Freund lieben ja Feuer und alles was damit zusammenhängt. Lagerfeuer auf dem Mittelaltermarkt, Feuerschale im Sommer, Silvester-Feuerwerk und so weiter.
Damit das nicht zur fixen Idee wird, dürfen die Jungs bis zu einem gewissen Grad auch draußen experimentieren. Die Regeln dafür haben sie ja verstanden. Seit einiger Zeit haben die Jungs eine tolle Entdeckung gemacht: Baumharz! Sie streifen im nahegelgenen Wald umher und ernten Baumharz. Huckleberry Finn läßt grüßen!
Irgendwie höre ich aus den Gesprächen der Jungs  heraus, dass man wohl eine Fackel mit dem Harz bauen könnte. "Wir gehen jetzt wieder Tests machen". Und tatsächlich brennt das Harz schnell an und brennt lange!
Fürs Foto durfte ein Harzklumpen dann doch mal kurz herein - schaut mal.
Natürlich gibt es Baumharz in verschiedenen Formen und Aufbereitungen. Naturbelassen, mit Rinde, ohne Rinde, geknetet und geformt, mit mehr oder weniger ätherischem Aroma. Besonders gut entfalten sich die ätherischen Öle, wenn man im Auto heimwärts vom Freund eine Harzkugel knetet....
Im Foto hier ist also unbearbeitetes, ungereinigtes Harz:
Hier seht ihr so einen "Harz-Brenntest". Die Jungs haben Alufolie zur Begrenzung der Brennfläche um das Harz gewickelt. "...sonst läuft es so auseinander..."
Links Robins Hände, rechts die Hände von einem anderen, noch unerfahreneren Freund.
- Ich muß mal Fotos von den beiden "Original"-Brennstofftestern machen - das sieht dann noch besser aus!
Wachs und Honig:
...sind auch sehr beliebte Materialien in unserem Haushalt!
Holger brachte vor kurzem 14 Gläser (!) mit einer Honig-Wachs-Mischung von einem imkernden Freund mit nach Hause. Seitdem werden Teilmengen dieses klebrigen Urstoffes auf unserem Holzofen geschmolzen, gesiebt und getrennt. Auch das hinterläßt klebrige Spuren....

Doch kommen wir zu einem anderen Thema:

Die "Erdbeertorte",
die keiner Torte nannte.
Hier seht ihr die Erdbeeren aus der Truhe:
Das mit der Rezeptfindung war ja was größeres! Ich hatte mir ja eingebildet, eben diese gefrorenen Erdbeeren zu einer Torte zu verarbeiten. Zu einer vegetarischen Torte, also ohne Gelatine. Und auch ohne Agar-Agar, weil das irgendwie immer so grau färbt.
Was soll ich sagen? Die neuen (alten) Erkenntnisse sind, dass ohne Gelatine nur wenig Torten machbar sind.
Ich nahm das Rezept für "Fantaschnitten" und wandelte es für meine Verhältnisse ab.
...und so hat das dann ausgesehen: Torte kann man ja nicht direkt dazu sagen....
Die Creme des Original-Rezepts (mit geschnittenen Pfirsichstückchen) ist noch ein wenig fester, meine ich.
Ihr seht schon, dass meine Erdbeerschnitte nicht viel Wohnzimmerwärme ausgehalten hat.
Aber sie war lecker!
Happy birthday nachträglich, meine beiden - das war die Februar -"Geburtstagstorte"

Die März-Geburtstagstorte wird wohl nach einem bewährten Rezept hergestellt werden! Und ratet mal, wer da dann Geburtstag hat?

Kommentare:

  1. Wachs + Honigmischung? Ich Laie frag mich: das wird doch geschleudert?? Hat das Schmelzen Gründe? Duft, oder Anstrich für alte Musikinstrumente, oder sonst was?
    lg Tagpflückerin

    AntwortenLöschen
  2. Ja klar werden die Waben geschleudert, um so den Honig zu bekommen. Was mein Kumpel Wolli mir geschenkt hat, ist sozusagen der Rest vom Schützenfest. Eine Mischung aus Honig, Wachs und "ich will es gar nicht wissen". Ich schmelze alles zusammen, damit ich es durch ein Sieb schütten kann. Dabei bleiben schonmal die "iwegnw" Bestandteile hängen. Jedenfalls die, die ich sehen kann. Wenn ich das Ganze dann abkühle, bildet sich eine Wachsschicht. Und zwar schneller, als der Honig kalt und somit dickflüssig wird. Also kurzerhand ein Loch in die Wachsschicht gestochen und den Honig durch ein Teesieb ins Honigglas geschüttet. - Et voila!

    AntwortenLöschen
  3. @enerim:...ja...
    @Tagpflückerin:
    Jaja, interessant...und klebrig!
    Und Wolli sagt, es ist fast ein Allheilmittel, wenn man das klebrige Zeug kaut, weil viel Blütenpollen enthalten sind. Eine Art Bio-Pollen- (Allergie)-Kaugummi...oder so....hmpf.

    AntwortenLöschen
  4. Hallo, bin seit kurzem Imkerin und habe nicht gewußt wohin mit meinem Entdeckelungswachs,
    hatte leider keine so zündende Idee!!
    Danke! Steffi.

    AntwortenLöschen