Samstag, 28. Mai 2011

Die Muddi in mir!

Die Nabelschnur, die mich mit Robin verbindet, wird dieses Wochenende ja wieder gedehnt.
Eigentlich bin ich ja nun nicht sehr  mit Übermutter-Eigenschaften ausgestattet (glaub ich), aber jetzt gerade musste ich mich echt zurückhalten. Robin wurde gerade zu einem Hüttenwochenende mit Übernachtung abgeholt. Er freut sich schon seit einiger Zeit auf diese besondere Geburtstagseinladung, und nun ist er weg. Bis morgen Abend. Über Nacht. Ohne mich. Ohne uns. Hoffentlich ...geht alles gut! Nicht, dass ich ersthafte Bedenken hätte, aber...er ist so weit weg. So ein Quatsch! Was für ein Blödsinn! Er wird Spaß haben, den ganzen Tag draußen sein, seinen Freund sehen, den er sonst nicht oft trifft, sich bewegen, wandern, am Lagerfeuer sein, grillen, im Zelt schlafen und und und....
...und mir tut "die Nabelschnur weh", Augenroll. Ich hab ihn gefragt: "Du willst schon, oder?" Und er hat ganz deutlich "Ja" gesagt. Na also. Und jetzt ist Ruhe mit dem Gemuttle, er ist ja auch schon weg.
Äh, wie war das mit den Flügeln, die man Kindern geben soll?
Oder der Bogen, der man sein soll? Grübel....
Viel Spaß, Robin!

Nachtrag:
 Ach ja, am Mittwoch wird er zwölf. Ich grüble gerade über einen besonderen Geburtstagskuchen nach. Nicht so sehr über das Rezept, mehr über die äußere Form. Ein Gag sozusagen!
Ein Raumschiff als Kuchen? Wer kennt eine coole Kuchenform oder eine Bastelanleitung (aber nicht zu kompliziert) für ein 12-jähriges Geburtstagskind? (...aber nichts mit Fußball) Die Herzform geht ja nun gar nicht mehr...Bitte überhäuft mich mit Tipps! :-)

Kommentare:

  1. Wie muss es da erst den Übermüttern gehen?
    Das sind sicher die, die ihren Lieben so tolle Erlebnisse verwehren. Er hat es sicherlich toll und "Mama wächst dran" *grins*
    lg Tagpflückerin

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  2. Ich habe meinem Großen (4) einen Traktor als Geburtstagskuchen gebacken. Fand er klasse, er ist ja auch ein Landkind und sieht diese Riesengeräte täglich.

    Mir geht es übrigens ähnlich, fahre ich mit meinen Kurzen auf den Markt als "alleinerziehende Wikingermutti", bin ich hinterher fix und fertig, weil ich keine ruhige Minute habe, um das Lagerleben zu genießen. Stattdessen renne ich mir die Hacken ab, um dafür zu sorgen, dass mein Nachwuchs die kinderlosen Leute nicht nervt.
    Lasse ich aber meine Jungwikis daheim bei ihrem mittelaltermuffeligen Vater, weiß ich genau, dass er sie zu seiner Mutti mitnimmt und sich das ganze Wochenende dort aufhält. Und weil die Oma ja so werbegläubig ist, stopft sie die Jungs dann zwei Tage lang mit ernährungstechnisch hochwertvollen Cerealien mit Schokoüberzug und fingerdicken Fleischwurstscheiben bis zum Erbrechen voll.

    Unter diesen Bedingungen mutiere ich dann auch zur nabelschnurgestrafften Übermutti und kann den Markt und die ungewohnte Freiheit nicht wirklich genießen.
    Bei meinen Eltern kann ich die Jungs nicht abgeben, weil die meine Mittelalterauszeiten als unnötig betrachten und mich dann als Egoistin schimpfen.
    Bleibt die Wahl zwischen totaler Entnervung mit Kindern beim Lagerleben oder das schlechte Gewissen gegenüber meinen Jungs. Oder daheimbleiben mit Sehnsucht nach dem Lagerleben und Grummeln gegen meine derzeitige Lebenssituation.

    Falt ist, komm ich hier nicht wenigstens zwei Wochenenden im Jahr raus, erdrossle ich mich an meiner Nabelschnur, die dann zur Kette mutiert.
    Und dabei bin ich gar keine Übermutti.

    Also, wenn Du die Möglichkeit hast, mal alleine loszukommen ohne Nachwuchs, und ihn in guten Händen weißt: Mach es um Himmels willen!

    Wikingische Grüße
    Postpanamamaxi

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  3. Dein Sohn liest doch sehr gerne oder? Mir fällt da spontan ein Kuchen in Buchform wie der hier http://farm2.static.flickr.com/1016/583260217_2ac57831cb.jpg ein.

    Viele Grüße,
    Natascha S.

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  4. Guten Morgen!
    @Tagpflückerin: Unter Müttern gibt es ja viele Variationen...Die Übermutter fährt wahrscheinlich mit, um die Nabelschnur zu entlasten...Ach, in gewissen Situationen kann ich die Übermütter ja verstehen. Aber eben nur manchmal. Jedenfalls bin ich heute abend, wenn Sohn wieder glücklich daheim ist, auch sehr glücklich. Aber das dauert noch ein paar Stündchen....
    @Postpanamamaxi: Deine Kinder sind ja noch viel jünger - da ist das alles noch aufwendiger. Auf den Märkten habe ich keine Probleme mit der Nabelschnur, denn ich (oder wir) sind ja immer in der Nähe. Alles im Blick;-)
    Ich dachte, in euerer Lagergruppe schauen alle Mitglieder auch auf alle Kinder? Ganz blöd ist natürlich ein mittelaltermuffeliger Vater - kann man ihn nicht begeistern? Mit nichts? Meine "Männer" fahren ja auf das ganze "Waffengedöns" etc total ab....
    Schade, dass du so weit weg wohnst.

    @Natascha:
    Mit dem Kuchen muß ich mir wirklich noch was einfallen lassen! GEstern dachte ich, ich back einen Planeten (Halbkugel bzw Kuppel) und lasse ein Raumschiff dort landen. Nun war ich gestern extra in der Stadt, um ein kleines Raumschiff zu suchen. Ich fand nichts - weder in Spielzeug-, Geschenke- oder Süßwarenladen....
    Ich google mal nach Kuchen-Buch.
    Danke!

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  5. Hallo Gine, sag mal war das mit Barbara und der Nabelschnur auch so?

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  6. Ja. Solange die Kinder im Haus wohnen, ist das, denk ich, immer so. Wenn sie ausgezogen sind, ist die Nabelschnur logischerweise eh schon gedehnt und länger. Und ich war damals, als sie ausgezogen ist, echt froh, dass sie nur bis Bayreuth gezogen ist. Jetzt in Bad Berneck finde ich das auch okay.
    Von der Nabelschnur merkt man inm normalen Alltag nicht allzu viel, nur ...wenn dran gezogen wird, halt...
    Aber ich fürchte, die Kinder sehen das ganz anders: "Jetzt nerv nicht so, Muddi"
    ...
    Dabei ist es nur die Nabelschnur....

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  7. Huhu!
    Mein mittelaltermuffeliger Gatte liegt lieber unter irgendwelchen Autos und macht sich beim Schrauben dreckig. Mit dem Wikinger-Bling-Bling oder dem Waffen-und-Rüstungsgedöns kann ich ihn nicht verlocken.
    Dafür hat mein Vierjähriger schon einen voll schaukampftauglichen Rundschild seit 2 Jahren. Früh übt sich! Aber der kommt diesbezüglich auch mehr auf sein verrücktes Muttertier hinaus als auf seinen Erzeuger.

    Natürlich schauen auch die anderen im Lager mal über die Aktivitäten der Kinder rüber. Aber mit zwei so kleinen ist es trotzdem so, dass ich kaum dazu komme, bei Gruppenaktivitäten nutzbringend mitzumachen.
    Mal eben das Gruppensonnensegel hochreißen oder den Küchendienst zu übernehmen wird da schon schwierig, wenn zumindest einer noch am Trägerrockzipfel baumelt und der andere mobil, aber nicht vernünftig genug ist, um allein auf Nachbarschaft streunern zu gehen.

    Ich habe halt immer das Gefühl, den anderen als alleinerziehende Wikingerfrau mit meinem Nachwuchs auf den Keks zu gehen.

    Auch wenn die immer sagen, wir nerven nicht. Wir nerven ja auch deswegen nicht, weil ich genau dies mit aller Kraft zu vermeiden suche. Mit der Folge, dass mir das ganze momentan sehr viel Stress macht und mir die Unbeschwertheit nimmt.

    Ich freue mich auch auf die Zeit, wo meine Jungs erstmal im Grundschulalter sind und auch mal allein über das Lagergelände streunen können. Dann bin ich auch unbesorgt, weil ich weiß, dass sämtliche Lagerleute gemeinsam ein Auge auf ihren Nachwuchs haben. Denn bislang bin ich kaum kinderfeindlichen Lagerleuten begegnet. Das zeichnet die Szene wirklich aus.

    Damit beginnt das schönste Alter, wo sie es richtig genießen werden, mit ihrer Mama gemeinsam wilde Abenteuer zu erleben, Feuer zu machen, im Zelt zu schlafen und mit den testosteronstrotzenden Recken aus dem Lager Schwertkampf zu üben. Und Freiheit durch Verantwortungsbewusstsein zu erlangen.

    Lagerleben ist für Kinder Entwicklungshilfe für ihre Persönlichkeit.

    Es ist wirklich Mist, dass wir soweit von einander entfernt lagern und wohnen. Ich glaube, wir könnten gemeinsam so einiges Verrücktes aushecken, von der handlichen 6x8cm-Seife bis zum 6x8m-Zelt.

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  8. ...das glaube ich auch, dass uns zusammen einiges einfallen würde ;-)
    Und ich glaube auch, dass ihr wirklich nicht nervt, sondern eine Bereicherung seid für das Lager! Je größer und vielseitiger eine Gruppe ist, umso besser ist das doch! Außerdem gab es früher bestimmt mehr Kinder - du bringst da Authetizität rein.
    Aber ich kann auch das Genervtsein verstehen, denn letztendlich bist du als Mutter ja verantwortlich für die Kleinen. Wir haben Freunde, die als Familienlagergruppe unterwegs sind, mit 3 Kindern im Alter von fast 12, 8 und 2.
    Und die 2jährige hält die ganze Familie auf Trab!
    (Allerdings ist da der Vater dabei, und der große Bruder ist auch schon einsatzbereit)

    Ich wünsch dir trotz alledem ein paar schöne Lagerwochenenden!

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