Dienstag, 10. Mai 2011

Per Anhalter zum Elternsprechtag...

Wir haben zwar bald eine Doppelgarage, aber nur ein Auto. Meistens reicht uns das auch.
Und oft steht das Auto unbenutzt vorm Haus...

Aber  heute ist Elternsprechtag in Robins Schule, und Holger muß ungefähr zur gleichen Zeit zur Arbeit. Das Motorrad ist gerade zufällig in der Werkstatt, und mit dem Fahrrad will er nachts nicht so gerne heimfahren. Also gut, sage ich, ich frage mal die Andere-Schülermutter, ob sie mich mitnimmt. Am Telefon sagt mir die andere Mutter, dass sie doch erst gestern vom Sprechtag erfahren hat, und außerdem nicht weiß, ob sie hingeht - aber falls ja, dann nimmt sie mich mit, würde mich dann aber noch mal anrufen. Ooookay - neuer Versuch, von Holger: "Oder du fährst mich zur Arbeit, fährst dann zum Elternsprechtag (andere Himmelsrichtung), und holst mich danach (wieder Himmelsrichtungswechsel) ungefähr wieder ab. "Ja....hm..." "Warum fährst du denn nicht mit Nochanderer-Kindsmutter?" bastelt mein Mann an einer neuen Lösung. "Hm, sag ich, das ist ja keine Veranstaltung, die für alle zum gleichen Zeitpunkt zu Ende ist, jeder hat da ja seinen eigenen Fahrplan, alle Elternteile rennen mit Laufzetteln wild durcheinander durchs Schulhaus - ich würde da schon gerne individuell fahren, vor allem zurück..." "Also gut, " überlegt der Gatte, dann fahre ich mit dem Fahrrad, und wenn du fertig bist, rufst du mich an und holst mich dann mit dem Auto ab (andere Himmelsrichtung, ihr wisst schon).
Dieses vorläufige Arrangement wurde nun schon wieder geändert, weil Holger für mich eine Mitfahrgelegenheit mit Wiederanderer-Schülermutter vereinbart hat. Hin ist also kein Problem, und für die Rückfahrt müssen wir uns nur irgendwie rechtzeitig wiederfinden, denn die Wiederandere-Schülermutter muß danach noch zur Arbeit.

Robin hörte dem wirren Pläneschmieden zu und fragte:"....und wenn du die Frau Wiederandere-Schülermutter nicht mehr findest - wie kommst du dann heim, Mama?"
"...dann fahre ich per Anhalter" antworte ich. "...per Anhalter durch die Galaxis..." Aber das beruhigt den Sohn nicht, er fragt, wann ich denn dann daheim bin mit dem Umweg über die Galaxis und so schlage ich dann vor: "...dann rufe ich den Papa an, dass er mich nach seiner Arbeit dort (richtig, mit Himmelsrichtungsänderung) abholt, aber dann habe ich auch noch mehr Wartezeit, um in andere Lehrer-Sprechzimmer zu gehen..."

War das jetzt alles zu wirr? Und hab ich eigentlich erwähnt, dass ich zwischendurch überlegte, gar nicht hinzugehen?

Jedenfalls ...werde ich heute da  sein, am  Elternsprechtag. Vorgenommen habe ich mir die Klassenlehrerin, die Englischlehrerin und die Mathelehrerin. Und wenn ich noch Zeit habe, hole ich noch ein paar von Robin´s  "Lorbeeren" vom Lateinlehrer ab...

Aber vorher darf ich nicht vergessen, noch eine saubere Hose anzuziehen, denn mir ist das Mittagsgemüse heute auf die Beine gehüpft....

See you later!

Kommentare:

  1. Oha, das klingt nach Komödie, wenn es nicht so nervenaufreibend wäre...Hoffe, du hattest Gelegenheit, die Lehrer zu sprechen. Sind es immer noch die üppigen 5 Minuten pro Kind und Lehrer. Nachdem das alles zum Glück hinter mir liegt, denke ich: hätte man sich auch oft schenken können...
    Einen schönen Feierabend und liebe Grüße
    Carola

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  2. @Carola: Ja, theoretisch sind es 5 bis 10 Minuten pro Elternteil und Lehrer. Praktisch sieht das natürlich oft ganz anders aus...Trotzdem komme ich von dieser Veranstaltung mit mehr Informationen wieder heim....
    Es gibt ja auch noch Infos "zwischen den Sprechzimmern" aufzuschnappen...
    liebe Grüße...

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  3. Moin.
    Gestern war Blogger nicht erreich... äh...brauchbar, und hat meinen letzten Kommentar hier auch gleich mit verschwinden lassen...
    Ich weiß noch nicht, was noch alles weg ist....

    @Carola: Was hatte ich dir geantwortet?
    Ja, theoretisch sind es immer noch 5 bis 10 Minuten pro Kind und Lehrer. Das ist je Lehrer allerdings sehr individuell...Ich geh trotzdem "gern" zum Elternsprechtag....Man bekommt oft so "Information zwischen den Zeilen" mit, sei es durch das Treffen anderer Mütter oder eben in der Sprechstunde selbst.

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