Montag, 11. Juli 2011

Der Onkel mit den Gitarren

Für Robins Gitarre(n) fühlt sich glücklicherweise sein Onkel (mein Bruder)
zuständig. Mit seinem Fachwissen besorgte er ihm damals schon seine erste, eine "Dreiviertel"-Gitarre. Nun ist es langsam an der Zeit, dass Robin auf eine "Ganze" umsteigt und glücklicherweise  zeigte sich sein Onkel wieder verantwortlich.

Am Samstag Nachmittag fuhr er mit seinem Auto vor, kramte auf der Rückbank herum und holte zwei Gitarren (eine im Koffer und eine nackt) heraus, spazierte in unser Wohnzimmer und die Vorstellung begann: "Das sind zwei von meinen drei Gitarren", sagte er zu Robin , und du kannst dir davon nun eine aussuchen". Robin, der von Onkel Rüdi ja sowieso immer sehr beeindruckt ist, machte große Augen, als dieser nun anfing, abwechselnd über beide Gitarren zu dozieren und im Wechsel unheimlich virtuos zu spielen. Zwischendurch drückte er dann Robin immer wieder die eine (oder andere) Gitarre in die Hand, damit er diese ausprobieren konnte. Dann spielten sie manchmal gleichzeitig, was ziemlich verwirrend war... Gespickt wurde dieses Entertainment noch mit Anekdoten aus Kindheit und Jugend des Herrn Doktor,  und ab und zu der Frage zwischendurch:" Willst du das (Was ich gerade spielte) auch lernen? Das könntest du auch spielen, das ist leicht...." Zum Schluss der "Veranstaltung" hin verließen wir das mit Gitarren, Gitarrenkoffern, Notenheften- und Ständern geschmückte Wohnzimmer, um am PC die empfohlenen links anzuklicken. Zum Beispiel von Sungha Jung:


Oder von Igor Presnyakow....

Aber ich schweife ab. Letztendlich hat sich Robin dann für eine Gitarre entschieden.
Das ist nun schon erst mal gewöhnungsbedürftig, von der Dreiviertel auf die Ganze umzusteigen. Aber er hat ja zum Üben beide Gitarren zur Hand. Und den megaccoolen uralten Onkel-Gitarrenkoffer, der nicht mehr ganz schließt, haben wir wohl auch geerbt oder geliehen - was auch immer. Es bleibt ja in der Familie.


Ach ja, und dann hat er zu Robin noch gesagt. "Wenn du willst, fahren wir mal zusammen nach Bamberg, da gibt es einen Gitarrenhändler (MusikinstrumenteThomann), der hat 3000 Gitarren....Also nur zum Schauen...." Und ich fragte nur."Darf ich da auch mit?"


Ja, so ein Besuch vom Onkel ist meistens ein Erlebnis...

Darf ich das nun bloggen, Bruderherz?

Kommentare:

  1. toll, toll, toll! was für ein glück ist dieser onkel!
    bei uns steht die umstellung zur ganzen auch gerade an und wir werden wohl im laden eine spanische kaufen. leider hilft uns dabei keiner. meine Sippe könnte nur mit bratschen, celli und klarinetten weiterhelfen, aber wen interessiert das schon....
    glückwunsch zum glücklichen neuerwerb!!!

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  2. @podruga:Euer Gitarrenlehrer könnte ja auch was dazu sagen. Den hätten wir sonst zur Auswahl dazugezogen.Aber bei DEM Onkel natürlich nicht...

    Es sind ja nun beide Gitarren im Haus, die Dreiviertel und die Ganze - da bin ich mal gespannt, zu welcher er nun häufiger greift....

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  3. Hi,

    vielen Dank für den netten Eintrag und auch den netten Kommentar (ich hatte ja keine Ahnung, was für eine Sensation ich bin...).

    Die Gitarre, die Robin jetzt hat, ist eine "Herbert Schäffner Torella 100", die ich mal für gute 20 € in der elektronischen Bucht ersteigert hatte. Dafür ziemlich unschlagbar, nämlich durchaus schon ein ersthaftes Instrument (neu legt man für etwas entsprechendes bestimmt ein paar Hundert € an).

    Momentan steht auch eine drin, zu finden über das falsche Suchwort "Torela", für 90€. Wenn man den anmailt und ihm 50 bietet...

    Die andere wäre eine Prudencio Saez Model 16 gewesen, die ich mal für 90 ersteigert hatte (neu irgendwas um die 350 im Internet). Wahrscheinlich der schönere Klang, aber mit der neuen Stegeinlage war ihm die Saitenlage zu hoch, auch verständlich. Also bei Ebay geht schon was, wenn man ein bißchen kuckt, oder jemanden kucken läßt, der nichts richtig sinnvolles zu tun hat.

    Viel Spaß jedenfalls, ich bring die andere nochmal mit, wenn ich dazu gekommen bin, die Stegeinlage etwas niedriger zu schmirgeln.

    lg, R

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