Mittwoch, 31. August 2011

Auftakt zur Pubertät

Nun glaub ich es auch: Es geht los. Es wird ernst.
Unser Sohn muss ja nun wirklich nicht viel in Garten und Haushalt helfen, im Garten normalerweise gar nichts, und im Haushalt hat er eine kleine Aufgabe, die er manchmal vergisst.

Heute Vormittag baten drängten? wir ihn also, Äste und Zweige eines gestern umgesägten Feldahorns zu zerkleinern und in Behälter zu füllen, den wir gleich danach auf dem Weg in die Stadt bei der Kompostieranlage leeren wollten.

Unwirsch machte er sich an die "schwere" Aufgabe. Zerschnitt die Zweige. Kam dann "fix und fertig" rein. Mit Todesmiene. Ich fing ihn ab und komplimentierte ihn wieder nach draußen zurück, damit wir zusammen die Aufgabe fertig machen konnten, nämlich die Zweige  IN die Behälter zu legen.

"Seit wann hilft er eigentlich so ungern im Garten? Wann hat das denn nun begonnen?", grübelte ich, als ich es höre:

"Ich bin nicht euer Sklave."

Oha! - 

Wir erledigten die Aufgabe zusammen und setzten uns im Anschluss gleich zusammen an den runden Tisch zur "Krisensitzung"...

Meine Nabelschnur juckte und ich wusste: Das ist nun der Beginn der Pubertät.

Er ist nicht unser Sklave. Er ist nicht unser König.
Er ist unser Sohn.
("Prinz" nennen wir ihn nun besser nicht mehr...)

Witzigerweise fiel mir später in der Bücherei  auch dieses Buch in die Hände...


Und obwohl ich neben diesem Buch auch noch zu ein paar weiteren Bücherei-Ratgebern gegriffen habe - was sonst gar nicht so meine Art ist, denn ich lese lieber Krimis -
dürft ihr mir hier gerne ein paar hilfreiche Kommentare zur Jungen-Pubertät spenden...
Es scheint ja doch ein wenig variabel zur Mädchen-Pubertät zu sein....

Liebe Leser/innen da draußen - sagt mal was!









Kommentare:

  1. Von Mädchenpubertät weiß ich noch nichts, aber Jungs x2. Und wenn jemand behauptet, mit den Mädchen wäre es viiiel komplizierter - na dann Prost! Ich "arbeite" gerade neue Ratgeber durch, die stell ich morgen mal ein ;-)
    lg Tagpflückerin

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  2. ich lese mit Spannung mit. hier läuft es, glaube ich, etwas verzögert. weil bei uns vieles drunter und drüber läuft, bin ich ein fan von klaren regeln. die auch nicht zu diskutieren sind. der erstgeborene muss beispielsweise seine wäsche wegräumen, sein zimmer aufräumen, putzen, und den hausmüll wegschaffen. das ist gesetzt, klappt oft aber auch nur am rande des sterbens. für kochen und backen kann ich ihn oft begeistern, weil ich es selten tue, der knabe aber mit leidenschaft isst.

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  3. Meine Kleine ist 9 und mittendrin - eigentlich fing es schon mit 4 an, muss ich sagen ...
    LG, Susan

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  4. Herr P. ist ja nun noch nicht in der Pubertät, aber wenn er moppert, weil er irgendwas helfen soll "Warum muss ich alles machen?" dann gibt es eine klare Ansage, dass es mir nicht anders geht und auch ich nicht alles machen muss und will. Wir sind ein Team und da muss jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas beitragen, damit der Laden läuft. Basta. Ich putze ja auch nicht mit Freude, sondern aus blanker Notwendigkeit.

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  5. Bei meinem Vierjährigen und seiner jetzt schon ausgeprägten Diskussionsfreude frage ich mich, ob ich das bis zur Pubertät überhaupt aushalten werde...Du hast mein Mitgefühl!

    Mein Standardspruch in der Zeit war damals "Kinderarbeit ist verboten!".
    Meine armen Eltern...

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  6. Zwerg Junior ist 11 und viel zu weit für sein Alter, pubertiert zum Erbrechen......
    ich bin völlig out, nur noch contra.....
    Aber ich wusste das , bis zu diesem Zeitpunkt ist mama wichtig und dann muss es Männerhelden(mit Glück der Vater)geben.......
    Aber es ist für mich auch gerade schwer das zu akzeptieren, er reizt mich aufs Blut und ich muss das Abtropfen lassen lernen...
    ganz wichtig ...nix persönlich nehmen....
    Halt durch , liebe Regine....
    ich versuche es auch(;-)

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  7. Danke, ich habe gehofft,
    dass ihr euch dazu meldet!

    Wir wissen ja auch, dass die Pubertät kommen muss. Irgendwie haben wir die Tochter da ja auch durchgekriegt, und sie ist ganz gut geworden....

    Trotzdem war es schockig, zu merken, dass es gestern um 9.30 Uhr angefangen hat.Wo ist unser lieber Bub?

    "Nix persönlich nehmen" ist vermutlich ein guter Tipp!

    Dass wir Eltern "peinlich" sind, bin ich ja schon gewöhnt. Ich als Mutter übrigens mehr als Holger.

    Ich hoffe nur, dass ich den Humor dabei nicht verliere....

    Knirsch.

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  8. Vielleicht hat es ja schon am Sonntag begonnen, als er lieber zur Oma gegangen ist, weil ihm der Markt zu langweilig wurde.

    Ich kann auch a bissel mitreden, weil mein Freund drei Kinder, jeweils am Anfang, mitten in der und immer noch nicht aus der Pubertät hat.
    Das mit dem Sklaven hab ich auch schon gehört. Zum Glück noch nicht obwohl nachvollziehbar: "du bist nicht meine Mutter", wohl aber: "du hast mir gar nichts zu sagen!"

    Daumen drücken, das schafft ihr schon!

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  9. ...ja...sicher hat das nicht plötzlich begonnen....
    und bei der Oma gab es am Sonntag ja auch Klöße und Braten...
    Ja, der Sklaven-Satz ist wohl ein Klassiker.
    (Es gibt da noch ein paar pubertäre Klassiker-Sätze.
    Bin ich gewappnet?)
    Hmpf.

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  10. Oh ich hab echt überlegt ob ich was dazu schreibe, denn bei dem Thema bin ich gerade sehr verwundbar... Nur soviel: Der Große 15 ist ein angenehmer Geselle, bei dem kaum was von Pubi zu spüren war, dafür ist der Kleine 13 seit ca. 3 jahren sowas von unausstehlich, dass ich glaube er hat die doppelte Portion abbekommen. Chronisch misslaunig, alle sind an allem Schuld nur er nicht (besonders wenn er seine selbst verlegten Sachen sucht) und die Lieblingsantworten wenn man maaaal was von ihm möchte: "ja gleich", "später", "nachher", "ich mach grad Pause" & "warum ICH denn?"... Darüber das alles stehen und liegen gelassen wird, wo´s einem grad aus der Hand fällt, red ich schon gar nicht mehr... Und um zu begreifen, dass Schule sein Job ist, dafür ist er wohl noch zu jung... Himmel welch ein Drama... und ich dachte auch ich komm drumrum, weil ich keine Mädels hab. Falsch gedacht, jetzt müss ma durch... LG Anke

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  11. liebe gine,

    die jungs pubertät habe ich ja noch vor mir, beim mädchen bin ich mitten drin.
    leider auch keine große hilfe.
    aber das mantra aus der kleinkinderzeit gilt immer noch "es ist nur ein phase, es ist nur eine phase" :-)

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  12. Oooch liebe Gine, das sind doch nur ein paar Jahre :-)) Was hatte ich mit meinem Großen für Diskussionen, Klare Ansagen, Grenzen-alles wurde torpediert. Jede Grenze ausgetestet. Ich schwankte zwischen Verständnis für diesen gebeutelten Jungen und dem Wunsch, doch kurz mal auszuholen (hab ich nicht). Eine Wahnsinnszeit. Und zack, über Nacht, wurde aus diesem wilden Burschen ein toller, junger Mann, der seine Wohnung in Schuss hält, freiwillig die alte Mutter anruft, kocht, wäscht... ich frage mich wozu diese Diskutiererei gut war. Bei Spross 2 fange ich damit gar nicht an. Kommst eh nicht durch den pubertären Nebel im Kopf. Den Stress gebe ich mir nicht nochmal. Und am Ende wird sowieso alles gut.

    Liebe Grüße, Jo

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  13. @Alisavon: Nun hab ich ja schon öfters gehört, wie verschieden das bei Jungs ausfallen kann. Seltsam.
    Grad geht es ja wieder friedlich zu hier bei uns, aber das Gefühl, mit einem Pulverfass zusammenzuleben, bleibt.

    @Katja: Guter Tipp, bei einsetzender Pubertätsanwandlung ein Mantra zu wiederholen. natürlich nur "innerlich" - sonst könnte es ja als Provokation aufgefasst werden...

    @Jo: Der beste Satz kommt von dir: Am Ende wird alles gut. Im Prinzip glaub ich das ja auch...
    Ich hoffe nur, wir verlieren nicht den großen Überblick...Du weißt schon: Von oben betrachtet würde das nun so aussehen: ....

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  14. Also, schlimmer als die Mädchenpubertät stelle ich es mir bei Jungen schwer vor, *lol*.

    Obwohl ich wirklich nichts sagen darf -- denn obwohl ich mich gelegentlich sehr zusammenreißen muss, und ich durchaus auch sehe, wie anstrengend diese Zeit für sie ist, ist meine Puberty doch immer noch sehr lässig, und ich sehe auch viele schöne und interessanten Seiten, die sich auftun. Es ist eine Phase, die letztlich dazu führt, dass die Kinder sich loslösen und ihren eigenen Weg finden -- das finde ich spannend.

    Also: durchhalten, und immer auch auf das Schöne schauen, ;-).

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