Freitag, 9. August 2013

Wie wir manchmal zu unserem Mittagessen kommen...

Ihr wisst ja, hier sind Sommerferien. Für Schüler, ja.

Was das mit mir zu tun hat?
So schön das ist, den netten 14jährigen nun (theoretisch) ganztägig sehen zu können,  es gibt da ein paar Dinge, die ...

...mich anstrengen.

Während der Schulzeit taucht der oben Genannte erst am Nachmittag wieder daheim auf, aber nun. Aber nun sind Ferien. Anderszeit.

Ich schildere mal einen typischen Hergang:
Zwischen Seifentöpfen und -regalen, -etikettten und  -kisten, manchmal auch mit dem Schrubber in der Hand, also mitten im schönsten und wildesten Arbeitsfluß, rumpelt es plötzlich im Haus und kurz später steht quasi die Frage vor mir:

"Was gibt es heute zu Mittag?" Der Sohn. (Uhrzeit: zwischen 9 und 12)

Die Frage trifft mich meistens unvorbereitet und unerwartet.
Was ist denn das für eine Frage? Die Frage stört mich.
Mittagessen, was soll das sein? Und wieso werde ich gefragt?

"Äh...ja...willst du nicht erst frühstücken?"

"Hab ich schon, und was gibt es zu Mittag?" Die Frage bleibt.

Mit Spannung warten wir nun auf meine Antwort.

Ich beginne zu fabulieren:
"Äh, also, ich dachte ...an...schneller denken... so einen Fisch aus unserer Gefriertruhe (den mag er immer), Kartoffeln und Bohnen." Bin ich nicht gut?

"Whow, Mutter, das klingt ja nach einem Plan!" werde ich gelobt.

"Ja, ich bin doch die Mutter."

Also fange ich den Fisch in der Truhe, heize den Backofen vor und greife ins Kartoffelnetz. Oh, nur noch zwei kleine Kartoffeln. 

"Die Kartoffeln müssen wir erst noch ausgraben."   -   "Ah."

So beginnen wir dann schnell mal die Kartoffelernte und ich pflücke nebenbei auch noch Stangenbohnen (das steht momentan eh täglich auf dem Plan.), und in Windeseile zaubern wir ein vollwertiges tolles Mittagessen.

Bin ich nicht eine Super-Köchin?

Hier seht ihr den Gemüsegarten von oben, Foto von gestern:






...da die Bohnen:

hier den "Prinzen auf der Erbse"



und zuletzt ein paar Seifen:



...und was koche ich heute?
Was kocht denn ihr so (in den Ferien)?
Das würde mich mal interessieren...








Kommentare:

  1. Was immer im Haus ist - damit man nicht noch losfahren muss - sind die Zutaten für "Blechnudeln". Spaghetti kochen, auf einem Backblech verteilen, mit gewürzter Tomatensauce vermengen, geriebenen Käse drüberstreuen und im Ofen überbacken. FERTIG!

    Ansonsten essen wir (wenn dannn) abends warm.

    GLG
    Dagmar

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  2. Solche "Ferienfreuden" habe ich auch jahrelang mitgemacht. Jetzt sind die Kinder groß und es fehlt manchmal schon etwas. Es gibt aber auch so feine Dinge wie ein Jugendzeltlager, da ist dann die Mutter einige Tage entlastet.
    Ein schönes Wochenende wünscht dir Marie

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  3. Bei uns wird auch täglich der Garten geplündert.... Und während des Kochprozesses entwickelt sich das Menü.... Wenn es Fleisch gibt, koche ich immer so viel, dass ich am folgenden Tag wieder drumherum kochen kann.... Oft gibt es auch lauwarm und fast immer mit Joghurt und Gurken, Tomaten und Feta....
    Heb's guät
    Brigitte

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  4. Oh, die Frage "Was gibt es denn heute" die macht mich ziemlich kirre- ich kann sie nicht mehr hören!
    Ich koche zwar ab und an ganz gerne, aber jeden Tag...brrr..
    Zur Zeit schaue ich auch in den Garten, nehme was da gerade reif ist, und das wird dann gefuttert- gekocht
    oder ungekocht!
    Liebe Grüße
    GAbi
    Harald ist klasse!

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  5. Die Ferien sind kochtechnisch viel strukturierter, da nicht 4 verschiedene Personen zu 4 verschiedenen Zeiten hier auftauchen. Ich kann einigermassen planen. Und da ich grad nur den Wolf da habe, ist es recht einfach. Er könnte sich jeden tag von Nudeln ernähren. Wir futtern uns durch den tag, essen viel Obst, Nudeln, Kartoffelbrei und Reis. Was die Vorräte so hergeben. Aber wenig anders als zu Schulzeiten. Ich habe mir vorgenommen, die Mahlzeiten/Wochenmenüs etwas disziplinierter zu planen. Vorallem, um unser Budget etwas besser in den Griff zu bekommen.

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