Donnerstag, 29. Mai 2014

Volks.Zählung.

Gestern war ich wegen einer Sache sauer und beschloss,
im Garten etwas Energie abzubauen,
indem ich endlich das Eck mit den  Brennesseln und Quecken angreife.
Meine Gartenprioritäten sind eigentlich eher im Gemüsebeet und bei den Blumen,
aber die meterhohen Unkräuter kamen mir gerade Recht, 
und so zog ich diese grobe Aufgabe mal vor...


Nachdem ich also schon einige Zeit beim Stressabbau war,
hörte ich, wie sich zwei plaudernde Mädchen näherten.
Die spazierten am Feldweg hinter dem Grundstück entlang.




 - Diese Mädchen konnten zählen. -
(Auf jeden Fall im Zahlenraum bis 10)

Ich hörte ihre aufgeregten Stimmen: "Eins zwei drei" und "Vier fünf sechs".
"Drei und zwei!",  "Hier sind noch meeehr..." und "Wieder zwei"
Sie waren eifrig bei der Sache!

Natürlich wusste ich sofort, was da gezählt wird,
und ihr ahnt es auch längst:


Diese Exemplare, genau.
 Arion vulgaris.
Ja. "Schön", gell?

Bei tagelangem Regenwetter ist es besonders eindrucksvoll, was auf dem Feldweg
alles entlangschleimt. Schaurig. Aber ich kann mich nicht um alle Schnecken kümmern, mir reichen schon die in unserem Garten.

Ich glaube, ich habe schon mal erzählt, wie ich sie bekämpfe?
Im Wechsel: Zerschneiden mit der Gartenschere, Bio-Schneckenkorn auswerfen, Ignorieren.
Je nach...Laune.

Und wo wir schon mal bei  "tagelanger Regen" sind:
Das Wetter scheint sich langsam auf das Geburtstagswetter des Sohnes einzupendeln.
Irgendwie hatten wir an diesem Jahrestag schon ganz oft Pech,
und es sieht wieder danach aus...Gibts doch gar nicht!

Naaaaja.



Kommentare:

  1. Ja du Liebe,
    die Schnecken sind in diesem Jahr recht aktiv.
    Rote und gelbe. Mit und ohne Haus. Ich mag sie
    beide Nicht. Aber töten oder so kann ich sie auch
    nicht. Ich hoffe immer auf die Sonne, die sie
    schrumpfen lässt.

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  2. Ganz ehrlich? Ich finde die sowas von eklig.... Wir haben hier schon immer eine richtige Plage. Und in den letzten Wochen sind sie auch ganz oft an meinen Fensterscheiben spazieren gegangen. Einmal quer von links unten nach rechts oben und in einer schicken Kurve wieder zurück: IHHHHHH. Nur töten kann ich sie nicht... obwohl ich sie eklig finde.

    Beste Grüße,
    Kivi
    http://kivi.dreamwidth.org/

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  3. Es sind Hundertschaften von diesen spanischen Nacktschnecken!
    Ja, ich kann sie durchschneiden, gucke aber gar nicht mehr richtig hin, was dann passiert, denn ich steuere dann schon die nächsten Schnecken an. Durchschneiden ist ja immerhin ein schneller Tod.

    Ferramol-Schneckenkorn verteile ich auch sehr viel! Immer wieder um Neusaaten und Jungpflanzen, immer wieder...

    Wir möchten gerne Gemüse ernten und Sonnenblumen (und anderes) im Garten haben!




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  4. Ich bin immer wieder komplett entsetzt, wie grauenhaft brutal Menschen werden können, wenn sie sich von anderen Wesen "gestört" fühlen, oder diese gar nicht leiden können- irgendwie scheint es dann keine Humanität mehr zu geben!
    Ich habe 20 Jahre in einer Flussniederung gelebt, Schnecken gab es dort in ungeahnten Massen.. als definitiv einzige effektive "Bekämpfungs"-Methode hat sich das einsammeln und IndenWald-bringen erwiesen. Allerdings: es ist ein wenig zeitaufwendig!
    Gehäuseschnecken übrigens richten überhaupt keine Schäden an, sollen sogar die Eier der Nacktschnecken auffressen.
    Und ob durchschneiden ein schneller Tod ist? Ich bezweifel das ganz stark!
    Mit lieben Grüßen
    Gabi, die Schneckenfreundin

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    1. Ach, liebe Gabi...
      Ja, das mit den Gehäuseschnecken wissen wir, und wir haben auch (wenige) im Garten.

      Und die Nacktschnecken werden ja auch noch in verschiedene Ordnungen und Unterordnungen eingeteilt.
      Theoretisch ist alles begreifbar. Die spanische Nacktschnecke ist hier nicht heimisch, sondern ein Neozoon, ein eingeschleppter Fremdlin ohne natürliche Feinde.
      Sie abzusammeln und in den Wald zu bringen, macht also eigentlich keinen Sinn, sondern nur ein besseres Gefühl!

      Ob Durchschneiden ein schneller Tod ist?
      Vermutlich besser als mit Wasser übergießen oder mit Salz bestreuen...

      Ich will mich gar nicht rechtfertigen.
      Aber vermutlich sieht es so aus.

      Übrigens gibt es noch ein Tier, das wir hier töten, wenn wir es finden:
      die ZECKE!




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    2. Aber liebe Regine..viele Pflanzen und Tiere sind ursprünglich ganz woanders beheimatet gewesen..
      und der Sinn des sammelns und aussetzen ist, daß die Situation im Garten nach meinen Erfahrungen dadurch verbessert wird, und aus Sicht der Schnecken macht es auch Sinn: sie können weiterleben!
      Mit Grüßen aus einem (fast) schneckenfreiem Garten :-)

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    3. Ja. Stimmt.
      Ich will einfach keine im Gemüsegarten.
      Und ab und zu schneide ich eine durch, das ist vermutlich grausam.

      Entdecke ich eine direkt am Gemüse, reagiere ich spontan: Manchmal werfe ich sie nur weg.
      Und wenn ich die Schere in der Hand habe,...

      Momentan streue ich so viel Ferramol-Schneckenkorn (ein Vermögen, was ich dafür ausgebe), dass eigentlich keien Schnecke mehr ans Junggemüse rankommt.

      Ich möchte da nicht als Mörderin bezeichent werden, finde das nicht ganz korrekt im Vergleich zu allen Fleischessern!

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  5. Gabi, ich werde über alles noch einmal nachdenken, weiß aber nicht, ob ich zu einer anderen Haltung komme,
    oder ob ich es so weitermache. Die Gedanken werden dann ja auch prinzipiell...
    und betrteffen dann auch andere Schädlinge, und irgendwie kommt dann auch der Veganismus ins Spiel, wenn man der Logik folgt.....

    Nach dem Wochenende - der Sohn hat Geburtstag - will ich das Thema noch mal aufgreifen, vermutlich im Blog.

    Danke für deine Kommentare, und danke, dass du sachlich bleibst!

    Liebe Grüße

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    1. Liebe Regine, mein Kommentar war einfach nur ganz spontan; das, was ich beim lesen auch der Kommentare empfunden habe.
      Mir gibt es immer sehr zu denken, wenn bei dem Thema "Plagegeiser, welcherArt auch immer" die Emotionen, besonders eben so total negative, hervorkommen. Und sich dann da bei der Ablehnung von so kleinen Lebewesen alle einig sind!
      Und dikutieren kann man über dieses Thema ganz bestimmt lange und ausgiebig!
      Dem Sohn und der Familie ein schönes Geburtstagswochenende- ich hatte auch gerade..und hier ist das Wetter mittlerweile wieder
      traumhaft!
      Viele liebe Grüße
      Gabi

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  6. Bei Schnecken fällt es mir schwer sachlich zu bleiben. Genauso wie bei Dickmaulrüsslerlarven und Stechmücken.
    Ich zerschneide sie auch lieber, als mit Salz zu bestreuen, sie in Alkohol oder Essig zu ertränken.

    Wenn ich sie irgendwoanders hin trage, wo sie weiterleben und sich vermehren können, wird der Lebensraum bei einer Vermehrungsrate von bis zu 400 Nachkommen pro Schnecke, auch irgendwann zu eng und die Landflucht in mein Gemüsebeet beginnt von vorn.

    Nö, ich mag Schnecken nicht dem Überlebenskampf in der feindlichen Natur aussetzen, wo sie doch auch gefressen werden.
    Also weiter mit der Schere durch den Garten und Bio-Korn gestreut.
    Gruß vom Frollein auf dem Kriegspfad gegen Salatvertilger und Radieschenbisaufdenstrunkannager

    P.s. Hat jemand ein Herz für Wühlmäuse, ich hätte welche abzugeben

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  7. Ach, es gibt also noch mehr Menschen, die mit der Schere auf die Jagd gehen! ;-)
    Im Moment ist es verhältnismäßig ruhig im Garten, was die Schleimer angeht. Ich habe ja auch vor Wochen ordentlich aufgeräumt.
    VG
    Elke

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