Montag, 25. Juli 2016

Verpackung meiner Seifen

Immer mal wieder werde ich auf meine Seifenverpackungen angesprochen.

 

 

 "...schöne Seifen, aber das Plastik stört..." 

"...ich will ja auch Verpackungen und Plastik sparen, aber Ihre Seifen sind ja auch in Plastik verpackt...!

"...deine Haarseife ist toll....man spart so viele Shampoopackungen, Duschgelpackungen, aber deine Seife ist auch in einer Plastiktüte, oder?"

"..warum verpackst du die nicht in Papiertüten?"

 

Äh...NEIN.

Es ist so:

Ich verpacke meine Seifen in (unbeschichtete) Cellophantüten, auch Zellglastüten genannt.

Das ist ein Celluloseprodukt, eine Art "Biokunststoff", der, ganz grob gesagt, aus Lignin und Zucker hergestellt wird.

 Cellophan

 Cellophantüten sind anders und verhalten sich anders als PP-Tüten! (PP = Polypropylen)

Hier der Vergleich:

Links seht ihr PP-Tüten,  rechts Cellophantüten.

Die PP-Tüten sind glatt, reißfest und luftundurchlässig

Die Cellophantüte ist nur anfangs glatt, immer atmungsaktiv, reagiert auf Feuchtigkeit und mechanische Einwirkungen viel stärker, sie knittert sehr schnell und verfärbt sich bei Sonneneinstrahlung. (Sie...lebt irgendwie, wirkt aber schnell unordentlich)

Sie ist eben keine Plastiktüte, sondern biologisch abbaubar. 

Hier seht ihr noch mal das Geknittere der Cellophantüten:

Diese Seifentüten werden nie mehr glatt ...die bleiben so unordentlich!

Auch die Badestangen wickle ich in Cellophanbögen:

 

Fairerweise muss ich euch von einer Ausnahme erzählen,

 bei der ich dann doch gerne zu PP-Tüten greife:

Bei den geformten Seifen, den Figurseifen, nehme ich nur noch PP!

Die unförmigen Geschenkseifen werden auf den Märkten immer so gerne

befühlt und befingert, gedreht und gewendet, bewundert und bestaunt,  dass die Tütenoptik sehr beansprucht wird.

Anfangs habe ich diese Seifen immer wieder und wieder neu verpackt, bin aber nun dazu über gegangen, diese gleich in die dünnen Kunststofftüten zu geben.

Guckt....das sind Formseifen in PP-Tütchen,

diese glänzen auch viel flächiger...erkennt ihr das?

 Das Seifenetikett, ein kleines Papierschnipselchen mit allen wichtigen Inhaltsangaben, 

werfe ich übrigens einfach mit in jede kleine Tüte hinein . Dann binde ich die Packung mit einem Stück Naturbast zu.

 

Warum ich nicht in Papiertüten verpacke, werde ich manchmal gefragt.

Nun, der Kunde möchte sehr gerne sehen, was er kauft.

Und auch ich mag am Marktstand nicht auf lauter graue Tüten blicken!

Ich mag es, den Blick über mein buntes (Cellophan-) Seifentütchenmeer schweifen zu lassen...

:-)

Falls ihr noch Fragen habt, immer her damit!




Kommentare:

  1. Klar kann mann die Seifen auch in Karton mit Sichtfenster, Schleifchen etc. einpacken, aber das kostet. Und ob man dann 1 Euro nur für die Verpackung extra zahlen will halte ich auch für ein Gerücht.
    Liebe Grüße Jutta

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    1. ...und auch Karton ist nicht gleich Karton.
      Es gibt Rohkarton, oder dann auch wieder beschichtete Kartons.
      Man muss wirklich jede Verpackung genau betrachten, bevor man sie verwendet.
      Und eine Preisfrage ist es natürlich auch, wie du schon sagst...vor allem für uns Kleinhersteller!

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  2. Da ich ja Seife von dir habe und die Hülle gefühlt habe, war mir gleich klar, das die abbaubar ist, die habe ich früher für selbstgemachte Pralinen gekAuft. Die sind ganz anders und ich gebe dir Recht, man will es doch sehen umd das finde ich eine gute Idee und mit dem Bast sieht es total schön aus.
    Lieben Gruß,
    Petra

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  3. Da hab ich jetzt was gelernt. Ich hab auch schon solche "Plastiktüten" gesehen. Jetzt weiss ich, dass es gar keine sind!

    Lieber Gruss
    Anne

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